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"Rettet das Hexbachtal - Hände weg vom Grünzug B"


Stand: November 2000

Mit dieser Forderung gründeten am 31.8.2000 über 200 Bürger aus Mülheim, Essen und Oberhausen in der Hauptschule an der Borbeckerstr. die Bürgerinitiative.

Unter der Leitung von Friedel Lemke und Lothar Reinhard von der MBI und von Frank Jäger vom Naturschutzbund Essen wurden 4 Forderungen aufgestellt.
 

  1. Es darf keine bauliche oder sonstige Maßnahme im Hexbachtal mehr durchgeführt werden ohne Bürgerbeteiligung.
  2. Jede Art von Randbebauung muss zum Schutze des Hexbachtals verboten werden.
  3. Der Kernbereich des Hexbachtals ist unter erhöhten Schutzstatus (Naturschutz) zu stellen.
  4. Die drei angrenzenden Gemeinden Mülheim, Essen und Oberhausen verwirklichen gemeinsam mit Unterstützung von Land, Bund und der EU ein umfassendes Versickerungs  Entsiegelungsprojekt.
Einhellige Meinung aller Teilnehmer war: Es darf nie wieder dazu kommen, dass Politiker und Verwaltungen,wie in diesem Fall geschehen, 10 Jahre lang hinter dem Rücken der Bürger unter Ausschluss der Öffentlichkeit an derZerstörung unserer Umwelt planen dürfen!
Es kann nicht angehen, dass Verwaltungen, die von unseren Steuergeldern bezahlt werden, über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen treffen, die unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Sprechergewählt!

Auf der konstituierenden Sitzung am 14. 9. 00 in der Gaststätte Talschänke wählte die BI ein Sprecherquartett aus den Anwohnern Frank Dekkert aus Oberhausen, Friedel Lemke und Peter Hesse aus Mülheim sowie Frank Jäger von dem Essener Nabu. Es wurden ferner 2 Arbeitskreise gebildet. Einer zur Öffentlichkeits  und Aktionstätigkeit, sowie ein Fachleuteausschuss, der die neuen Pläne über prüfen und dazu Alternativen entwickeln soll. Ferner wurde eine Internetadresse eingerichtet www.hexbachtal.de, unter der jederzeit Neuigkeiten der Entwicklung, Informationen zum Hexbachtal und Termine abgerufen werden können.
 

Was haben wir als Bürgerinitiative bisher erreicht?

  • Die erste Planung der Stadtwerke Essen sah 3 Mischwasserrückhaltebeckenvor.
  • Heute ist angeblich nur noch eins notwendig.
  • Fast der ganze Kanal sollte in offener Bauweise mit einer 10m breiten Bautrasse gebautwerden.
  • Heute sollen ca. 1700m von 2100m unterirdisch vorgetrieben werden.
  • Die Stadtwerke Essen wollten das Tal in seinerjetzigen Form zerstören.
  • Heute will man es so wenig wie möglich schädigen.
  • Die Stadtwerke Essen sahen zu ihrer ersten Planung keine Alternative.
  • Heute plant man schon die dritte Variante.
Das Alles zeigt: Der massive Bürgerprotest alter Beteiligten zeigt Wirkung.


Die Verwaltung und die Politik sind gezwungen. dem starken Willen der Bürger zur Rettung des Hexbachtals Rechnung zu tragen!

Letztes Ergebnis dieses Drucks der Anwohner und Nutzer des Tales war die Begehung am 18. Oktober unter Beteiligung des Landesumweltministeriums, der Stadtwerke Essen, der Bürgerinitiative und der Naturschutzverbände.
 

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Das Ergebnis der Begehung war:
  1. Es wird eine Controlling Gruppe beim Ministerium gebildet: unter Beteiligung des Ministeriums, der Stadtwerke Essen, der Bürgerinitiative und der Umweltschutzverbände zur Prüfung der neu zu erstellenden Planung
  2. Ein externer Gutachter soll ebenfalls zur Prüfung hinzugezogen werden
Dieses Ergebnis zeigt, wie wichtig und richtig die 4 Forderungen der Bürgerinitiative sind.
Der ersten Forderung nach Bügerbeteiligung ist damit Rechnung getragen worden.
Das zeigt aber auch, wie wichtig es ist, auf diesem Weg weiter zugehen und sich nicht eher zufrieden zu geben, bis alle vier Forderungen erfüllt sind!
Ein kluger Mensch hat einmal gesagt:
Nur der tote Fisch schwimmt immer mit dem Strom! Wir aber wollen ein quicklebendiger Fisch sein und uns nicht mit dem zufrieden geben, was uns "sogenannte Fachleute" sagen.
Wir sind der Meinung es muss auch Lösungen geben die das Tal nicht schädigen.
Eine Möglichkeit wäre die Reduzierung der Einleiter von der Aktienstr. und der Lohstr.

Wenn wir die Zahl der Einleiter reduzieren, brauchen wir keinen Kanal von 2,5m Innendurchmesser. Dann brauchen wir auch kein Mischwasser Rückhaltebecken am Hexberg von der Größe eines Fußballplatzes.

Dann könnte der alte Kanal, wenn er von innen saniert wird, ausreichen.
Das ist eine von mehreren Lösungen, die zu prüfen sind.
Bauland sollgeschaffen werden!
Wer unser Tal zerstören will, hat nur eins im Sinn: Schaffung von Bauland, die diese gigantische Planung mit überdimensionalem Kanaldurchmesser notwendig macht!
Das wollen wir verhindern!
Deshalb fordern wir:
Das Hexbachtal muß ein Modellprojekt für alle Siepentäler im Revier werden!
Dazu rufen wir alle Bürger aus Mülheim, Essen und Oberhausen auf:
Rettet das Hexbachtal
Hände weg vom Grünzug B!
Wir, die Bürgerinitiative, freuen uns über jeden, der unsere Forderung unterstützt und eventuell auch mitarbeiten will. Unsere Kontaktadressen lauten:
für Mülheim:Friedel Lemke, Dellwigerstr.13, 45475 MH R Tel. 0208/753416 Email: sigrid.lemke@cityweb.de
für Oberhausen: Frank Dekkert, Lepkesfeld 40, 46047 OB Tel. 0208/876582
für Essen: Frank Jäger, Majskamp 15, 45356 Essen, Tel. 0201 /694004

 
 
Hoher Besuch im Hexbachtal   Die Umweltministerin des Landes NRW, Bärbel
Hohn schickt den Ministerial Beamten, Herrn Knitsch (ganz links) als Gutachter
ins MEO Dreieck. In der Bildmitte der Vorsitzende der BI Hexbachtal, 
Friedel Lemke; rechts im Bild Dr. Pomp vom Landschaftsbeirat Essen.

 
 
 
     
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Dokumentation einiger Aktionen der Bürgerinitiative "Rettet das Hexbachtal - Hände  weg vom Grünzug B"


 

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4. Februar 2001   Ihre Meinung Your Opinion
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