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November 2007: Wegen technischer Komplikationen muss eine dritte Baugrube abgetäuft werden... Ein paar Informationen und Bilder finden Sie hier. So kam der Stein ins Rollen... Der Plan der Stadtwerke Essen, im
Hexbachtal
einen neuen Abwasserkanal und mit zwei großen
Regenrückhaltebecken
zu bauen, stößt vor Ort auf immer größeren
Widerstand.
Das ökologisch wertvolle Gebiet, von viele tausend Essener,
Mülheimer
und Oberhausener BürgerInnen zur Naherholung genutzt, würde
dadurch
zerstört werden. Die geplanten Ausgleichsmaßnahmen für
diese Zerstörung sind darüber hinaus unsinnigerweise
Neuanpflanzungen,
die im entfernten Werden geplant sind.
Forderungen Keine
Regenrückhaltebecken
im Hexbachtal – Planungsalternativen entwickeln
Beteiligung
der
Bevölkerung sicherstellen
Den
Status Quo
des Hexbachtals erhalten
Randbebauung
einstellen
Städteübergreifende
Planung
Regenwasserversickerung
intensiv
fördern
Text: Bernd Vornefeld, unter Rückgriff auf Quellen von Elmar Pieper, Sachkundiger Bürger im Planungsausschuss (ASP) Diese Seite wartet noch auf tatkräftige AutorInnen
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Unterschriftensammlung
Bereitschaftserklärung
Regenwasserversicherung
Dokumentation einiger Aktionen der Bürgerinitiative "Rettet das Hexbachtal - Hände weg vom Grünzug B" |
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Planung von 2 „Regenrückhaltebecken“ und Erneuerung bzw. Sanierung der Mischwasserleitung (Schmutz- u. Regenwasser) im Hexbachtal auf Essener Seite Die Planung der Sanierung besteht seit 10 Jahren. Die Öffentlichkeit wurde erst Ende Mai 2000 in-formiert. Gleichzeitig versucht man, die Sanierung mit einer Erweiterung der Kapazität zu verbinden. Die Mischwasserleitung (2500m) auf Essener Gebiet mit einem Durchmesser von 40 cm und einer Länge von 2500 m nimmt aus dem Einzugsgebiet des Hexbachtales das Schmutz- und Regenwasser überwiegend aus der ohne Rücksicht auf die Kanalkapazitäten ausgeweiteten Bebauung auf Essener Gebiet auf. Die Leitung stößt bei starken Regenfällen an ihre Kapazitätsgrenze. Es fließt bei sehr starken Regenfällen ungeklärtes Mischwasser (1% Abwasseranteil) in den Hexbach. Es wird behauptet, daß die Leitung teilweise brüchig und nicht sanierungsfähig ist. Bruchstellen könnten aber vor Ort repariert werden. Sanierung ist mittels aushärtender Folien oder Flüssigkeiten von innen möglich. Garantiezeit: 60 Jahre! Geplant ist die Erneuerung und Erweiterung der bestehenden Mischwasserleitung auf die dreifache Leistung (Durchmesser 70 cm) und der Bau zweier „Regenrückhaltebecken“und zweierRegenüberlaufbauwerke um das ungeklärteMischwasser nunmehr bei starken Regenfällen kontrolliert in den Hexbach abfließen zu lassen. Hierdurch ändert sich an der jetzigen Situation nichts. Der Hexbach wird weiterhin durch ungeklärtes Abwasser verschmutzt. Der Begriff „Regenrückhaltebecken“ ist irreführend, denn es handelt sich um Mischwasser aus der o.g. Abwasserleitung, das bei Bedarf in die Becken überläuft. Der Bau der neuen Leitung (2500m) bedingt eine Schneise von 10-15m Breite durch das Hexbachtal . Es würden 40 Hektar (40.000 qm) Fläche (Wald, Wiese, Stauden) vernichtet. Die vorgeschriebene ausgleichende Wiederaufforstung findet nicht im Hexbachtal sondern in Essen-Werden statt. Der Aushub wird auf eine Deponiefläche im Hexbachtal ausgebracht, was wiederum Vernichtung von Flächen bedeutet. Die Bauzeit wird auf 5 Jahre veranschlagt. Nach dieser Zeit dürfte die heute vorhandene Tierwelt den Dauerstörungen ausgewichen und abgewandert sein. Ein Gutachten weist darauf hin, daß die verursachten Schäden in der Natur erst nach frühestens 20 Jahren getilgt sind. Durch den Bau der Leitung und deren Bettung mittels Sand und Kies (wirkt wie eine Drainage) können unterirdische Wasserläufe derart beschädigt werden, daß es zu einer Versumpfung oder Austrocknung des Hexbachtales kommt. Auch der Bau mittels Drückverfahren ändert an dieser Gefahr nichts. Die neueste Planung (diesmal in 6 Wochen fertig) verzichtet auf das südliche RRB und versucht den Stauraum in das Kanalnetz zu verlegen. Es sollen 250 cm Rohre auf einer Länge von 650 m verpresst werden. Alle 300 m sind Gruben von 10x10m und 12,5 m Tiefe nötig. An- und Abfahrt, Schneisen, Lagerung des Aushubes, Anbindung der Einleitungen und Wasserhaltung in den Gruben schädigen die Natur nicht weniger! Auch diese Planung ist abzulehnen! |
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Die Stadtwerke Essen planen mit Regenereignissen von 26 l/qm, die nur alle 5 Jahre einmal auftreten. Trotz der heftigen Regenfälle vom Sonntag, dem 27.8.2000 trat der Hexbach nicht über die Ufer. Es trat auch kein Abwasser aus dem Kanal. Die Niederschlagsmenge betrug in 5 Stunden 75 l/qm, das sind pro Stunde 15 l/qm. Das schwere Gewitter vom 16.9.2000 brachte 18 l Regen. Ein Austritt von Schmutzwasser war nicht erkennbar. Es stellt sich die Frage, ob das evtl. einmal in 5 Jahren austretende Mischwasser (1% Abwasser-anteil) statt in ein Regenrückhaltebecken nicht auch direkt in den Hexbach abgeführt werden kann. Schließlich entwässert das Regenrückhaltebecken ja auch in den Bach! Die Regenrückhaltebecken bestehen aus Rasenflächen, die durch aufgeschüttete Wälle mit eingebauten Betonbauwerken für den Ein- und Auslauf begrenzt werden. Diese Flächen müssen frei und kurz gehalten werden, sind eingezäunt und dürfen nicht betreten werden (Lebensgefahr bei plötzlichem Regen). Durch die ständige Pflege (hohe Personalkosten) können sie sich nicht naturnah entwickeln. Zusätzlich sind sie in regelmäßigen Abständen und nach starken Regenfällen von Sedimenten zu befreien, was neben ständigen Störungen der Natur eine erhebliche Geruchsbelästigung bedeutet Alternativen (s.a. Gewässerschutzmaßnahmen auf der Homepage d. Stadtwerke Essen im Internet):Abflachen von Regenwasserspitzenabflüssen in die Gewässer durch Schaffung von Rückhalteräumen (z. B. Sickerteiche im Garten) und Verringerung von Einleitungen aus Regenwasserkanälen durch RegenwasserversickerungVersickerung von Regenwasser auf dem Grundstück durch Bau von Zisternen (Finanzierung durch Einsparung von Mittel durch den Verzicht auf die Regenrückhaltebecken, öffentliche Förderung bis zu 40,-- DM/qm entsiegelter Fläche) oder Zuführung des Regenwassers in den Hexbach, der die zusätzlichen Mengen bei der jetzt bestehenden Bebauung verkraften kann (Bis heute sind nur 4 Häuser von Überschwemmungen betroffen). 500 Häuser mit einer überdachten Fläche von 200 qm würden 2.100 cbm Regenwasser (21 l/qm) zurückhalten. Fakt ist, daß der Hexbach zu wenig Wasser führt. Das Regenwasser wäre sehr willkommen. Der Bau einer neuen und größeren Abwasserleitung ist nach Trennung von Abwasser und Regenwasser nicht mehr nötig, da dann durch fehlende Regenwassermengen freie Kapazitäten entstehen. Ein Regenrückhaltebecken würde dann Sinn machen, wenn Regenwasser in Mengen anfällt, die aufgestaut und kontrolliert durch einen genau dosierten Abfluß geleitet werden müssen, um die hinter dem Becken bestehende Bebauung zu schützen. Solche Mengen sind aus der derzeit bestehenden Bebauung nicht zu erwarten. Es liegt der Verdacht nahe, daß die Verdreifachung der Kapazität der Abwasserleitung der erste Schritt in die Planung einer Bebauung des Hexbachtales ist. Bebaut werden dürfen Flächen schließlich nur, wenn auch die Entsorgung sichergestellt ist. Die weitere Bebauung des Hexbachtales würde die einzige Naherholungfläche und ein wertvolles Biotop im Norden von Mülheim-Dümpten zerstören. Der
Grünzug B ist
wegen seiner überregionalen Bedeutung als Frischluftschneise
für
das ganze Ruhrgebiet von jeglicher Bebauung freizuhalten
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Daten, die am
14.9.2000
in der Versammlung der SPD OB von den Stadtwerken Essen dargestellt
wurden
Kanalkapazität 600-1200 l/sek bzw. 06,-1,2 cbm/sek (Durchmesser 70 cm) Einlauf
Regenrückhaltebecken
1800-2000 l/sek bzw. 1,8 – 2,0 cbm/sek
Stauraumschaffung
durch
Aufweitung des Kanaldurchmessers auf 250 cm auf einer Länge
von 650m (Pressung)
Eigene Rechnung:
Stauraum des Rohres 250 cm Duchmesser auf 650 m Länge = 4,9 qm x 650 m = 3185 cbm Größtes Regenereignis 1x in 5 Jahren: 26 l/qm 55
ha = 550.000 qm x 26 l/qm = 14.300.000 l = 14.300 cbm
Regenmenge 27.8.2000 ca. 75 l in 5 Stunden = 15 l in der Stunde Regenmenge
16.9.2000
3 Uhr morgens ca. = 18 l in der Stunde
Neue Rechnung:
55
ha = 550.000 qm x 18 l/qm = 9.900.000 l = 9.900 cbm
9.900
cbm : 3600 Sekunden= 2,75 cbm/sek -4.300 cbm Abfluß/Kanal Stunde
Versickerung:
500
Häuser mit einer überdachten Grundfläche von 200 qm
je Haus = 100.000 qm x 18 l = 1.800 cbm
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| 25. November 2007 | Ihre Meinung | Your Opinion | ||
| Seite gestaltet von Bernhard Vornefeld | ||||